Was haben Ideologen, Faschisten, Extremisten gemeinsam?


Was haben Ideologen, Faschisten, Extremisten gemeinsam?
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Es ist das unlautere Werkzeug, das sie bedienen, was sie als Vertreter des Unrechts enttarnt. Dazu gehört etwa das Verbreiten von Angst, um aus der Unsicherheit, Profit zu schlagen. Ebenso Feindbilder, die konstruiert werden, die die vermeintlich „anderen“, zur Gefahr erklären und eine Kollektivschuld heraufbeschwören.

Nicht selten in der Menschheitsgeschichte kam es vor, dass durch derartiges Vorgehen, Gräben und Gräber aufgerissen wurden – und zwar dort, wo einst Leben und friedliche Nachbarschaften ansässig waren. Ich spreche von allen zutiefst, menschenfeindlichen Praktiken, die zunächst einfache Lösungen in Aussicht gestellt aber mit grausamen Folgen geendet haben.

Wie steht es nun mit Politik, die eben diese Praktiken betreibt? Viktor Frankl hat einmal gesagt:

„Der Nationalsozialismus hat den Rassenwahn aufgebracht. Aber wenn ich Ihnen verraten darf wie ich darüber denke, dann lautet meine Antwort so: Es gibt eigentlich nur zwei Typen von Menschenrassen und das ist die Rasse der anständigen Menschen und die Rasse der Unanständigen Menschen und die Rassentrennung geht quer hindurch alle Nationen (Applaus) und innerhalb jeder Nation quer hindurch, durch alle Parteien und alle Gruppierungen sonstiger Art.

Die Gefahr jedoch liegt dort, wo ein Regime, wo ein politisches System, die unanständigen Kerle an die Oberfläche schwemmt und mit anderen Worten dafür sorgt, dass die negative Auslese einer Nation ans Ruder kommt. Das ist die eigentliche Gefahr.“

Geschätzte Mitbürgerinnen und Mitbürger! Erneut sehen wir uns mit dem Aufkeimen von Antisemitismus konfrontiert. Dem angeschlossen, haben sich nun auch weitere Formen des menschenfeindlichen Rassismus aus der einige ihr politisches Kleingeld schlagen wollen. Ich spreche von jener Politik, die es als legitim sieht, die Ursache für jegliche, tatsächlichen oder imaginierten sozialen Probleme in meiner Herkunft oder Religion zu verorten. Die Politik, die kleine Kinder, die vor Krieg geflüchtet sind, mit Plakaten empfängt, dass sie hier nicht erwünscht seien. Jene Politik, die die geistige Grundlage für bereits überwunden geglaubte Phänomene bereitet, wie dem Verbot, bestimmte Menschengruppen in Badeeinrichtungen eintreten zu lassen. Ich spreche von jener Politik, die sich nicht davor scheut, Menschen, zur Zielscheibe von Hasstiraden zu erklären!

Geschätzte Mitbürgerinnen und Mitbürger dieser Stadt. Als bekennende Muslimin und Gläubige, bin ich davon überzeugt, dass jede Schwierigkeit, der wir begegnen, nicht deswegen in der Welt vorzufinden ist, damit etwa Leid einen Selbstzweck erfährt. Doch es ist das Leid, das uns an unsere Verantwortung erinnert, dass uns daran erinnert, dass wir zu Besserem, zu tun im Stande sind und gefordert sind, dies zu tun. Oder wie es heißt: Jeder ablehnungswürdigen und ungerechten Tat das grundauf Gute entgegenzuhalten.

Das bedeutet konkret:
• Angst zum Untertanen von Hoffnung und Reife werden zu lassen
• Unrecht mit Aufrichtigkeit zu begegnen
• Erklärte Sackgassen zu neuen Wegen umzuschaufeln
• Ausgerufenes Unvermögen mit zuversichtlicher Gestaltung zu ersetzen
• Feindlich getränkter Sprache, die Sprache des fühlenden Herzen entgegenzustellen
• Grenzen zu Bändern umzuwandeln

Was fragile Gesellschaften von und starken, beständigen unterscheidet, ist, dass sie sich von keinen Ideologen jedweder Art, angreifbar machen lassen.
Mögen wir alle dieser Verantwortung gerecht werden!

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