„Flüchtlinge Willkommen“

© Netzwerk Muslimische Zivilgeschelschaft – Watching our steps.Besser wäre es gewesen, Bilder auf Augenhöhe zu haben, und nicht auf Gesichter steigen zu müssen.

Das ‪#‎NMZ‬ hat die gestrige Demonstration „Flüchtlinge Willkommen“ unterstützt und tat dies unabhängig des Wahlkampfes aufgrund der eigenen politischen Überzeugung für ein Ende des europäischen Grenzregimes. Mitglieder des NMZs werden auch weiterhin ihrem freiwilligen Engagement nachgehen und tun, was sie tun können, wie all die tausenden weiteren Helfer_innen, die insbesondere in Wien ihren Solidaritätsgeist vor allem gestern deutlich im Positiven bekundet haben.

Schade finden wir, dass die Demonstration in erster Linie die Absicht hatte, eine Stimme für Geflüchtete zu erheben, während kaum Geflüchtete die Möglichkeit bekommen haben, für sich selbst zu sprechen. Es wurde in den vergangenen Wochen viel über Geflüchtete gesprochen, jedoch wäre es authentischer gewesen, mehr betroffenen Personen/marginalisierten, nicht-weißen Gruppen die Chance zu geben sich zu äußern. Unserer Meinung nach, wurde den betroffenen Gruppen zu wenig Beachtung geschenkt und sie sind somit in den Hintergrund geraten.

Wir sind der Meinung, dass künstlerischer Protest einen bedeutenden Beitrag leisten kann, um Impulse für Veränderung zu setzen. Dennoch kann er alleine nicht die Aufgabe übernehmen, ein gemeinsames Zusammenleben in Österreich zu gestalten – eine Aufgabe, die allen Beteiligten und vor allem auch politischen Akteur_innen einer Gesellschaft zukommt.

Was nach der gestrigen Einlage bleibt, ist etwa die Frage wer in Zukunft in Österreich bleiben darf… Nicht zuletzt sind es geflüchtete Menschen selbst, denen im Zuge dieser Debatte eine bedeutende Rolle als Akteur_innen zukommt, die auch nicht „übergangen“ werden darf, indem für sie gesprochen wird, anstatt, dass sie für sich selbst sprechen dürfen.

Für die gestrige Demonstration wurden leider wichtige politische Forderungen gestrichen. Daher möchten/werden wir in einem weiteren offiziellen Statement all unsere Forderungen nochmals klar festhalten.

Wer sich als Teil der muslimischen Zivilgesellschaft versteht, ist eingeladen an diesem Statement zu schreiben. Schickt uns einfach eine Nachricht.

Bilder

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