„Es geht nicht um den Islam, es geht um Österreich“

In diesem Sinne ist der offene Brief einiger prominenter deutscher Muslime
anlässlich des AfD-Parteiprogramms zu lesen: Man ersetze Deutschland durch Österreich und man erkennt die Gefahr, die auch der österreichischen Grundordnung droht.

Schon beim ersten Drüberlesen wird dem Leser jedoch schnell klar, dass das Kochrezept „Österreich-für-Deutschland“ nicht mehr übertragbar ist auf „FPÖ-für-AfD“, um die Parallelen zwischen Deutschland und Österreich aufzuzeigen: Zu sehr ist nämlich der Geist der FPÖ bereits in der Mitte des politischen Spektrums angekommen, wie die Politiken hinsichtlich Minderheiten und Religionsgemeinschaften vermeintlich zentraler Parteien zeigen. Als Beispiele sehe man sich die Flüchtlingspolitik von Schwarz-Rot und das von dieser Regierung verabschiedete Islamgesetz an. In Österreich ist der Zug, dem rassistischen „Ansinnen nicht nur in der Sache, sondern im Prinzip“ zu widersprechen, abgefahren.

Berichtet hat in Deutschland Die Welt über den offenen Brief.

Auf den Ausverkauf demokratischer Rechte – nicht nur der Mehrheitsgesellschaft – machte das Netzwerk Muslimische Zivilgesellschaft verschiedentlich aufmerksam. In diesem Sinne unterschreibe ich stellvertretend für das Netzwerk den offenen Brief.

Murat Gürol

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