0 % Kinderschutz – 100 % Rassismus

Worum es beim Kopftuchverbot eigentlich geht Wieder eine Kopftuchdebatte, wieder ein rassistischer Angriff auf Muslim*innen. Mit Scheinargumenten wie Kinderschutz will die Bundesregierung im Rahmen des sogenannten Integrations- und Sicherheitspaketes ein Kopftuchverbot für Kindergärten und Schulen beschließen. Gerade Schwarzblau erweist sich aber als größte Gefahr für die Rechte und die soziale Absicherung von Kindern. Die drohenden Einsparungen bei Gesundheit, Bildung, Integration ... Mehr lesen »

Antimuslimischer Rassismus-Report 2017

Am 24.4.2018 stellte die Dokumentations- und Beratungsstelle Islamfeindlichkeit und Antimuslimischer Rassismus (kurz Dokustelle) stellt ihren dritten Report vor. Der „Antimuslimischer Rassismus-Report 2017“ beinhaltet die Ergebnisse der Arbeit aus 2017. Auch heuer wurden Statistiken erstellt, Analysen gemacht und Tendenzen aufgezeigt. Dokumentiert wurden im Jahr 2017 insgesamt 309 islamfeindliche bzw. antimuslimisch rassistische Fälle. Im ersten Report des Jahres 2015 hingegen wurden 156 ... Mehr lesen »

Erinnerungen an eine andere “Kippa-Demonstration”

Und doch scheint heute etwas anderes geschehen zu sein. Im Laufe der medialen Vorbereitungen zu „Berlin trägt Kippa“ wurde die Kippa – und nur die Kippa – immer mehr zu einem Symbol, das stellvertretend für „unsere Demokratie, unsere Werte“ steht. Das heißt, es ging eigentlich nicht mehr um Religionsfreiheit, die ja notwendigerweise auch z.B. kopftuchtragende Frauen eingeschlossen hätte, sondern um die Kippa als Ausdruck der westlichen Zivilisation, eine Art Antithese zu – klar, den Kopftuchträgerinnen und deren barbarischen Männern. Mehr lesen »

Schutzbedürftige

Der Schutz von Unmündigen durch Bevormundung ist nicht nur diskriminierend, weil er nur die muslimische Minderheit betrifft; dieses Schema, Grundrechte einzuschränken, ist auch gefährlich, weil es einen weiteren Präzedenzfall für den schrittweisen Abbau von Bürgerrechten schafft, einen ähnlichen Präzedenzfall, wie bereits mit der Novelle des Islamgesetzes geschaffen wurde, wo das Vereinsrecht durch ein Spezialgesetz für Muslime massiv eingeschränkt wurde. Was an einer Minderheit durchexerziert worden ist, wird auch vor der Mehrheitsgesellschaft keinen Halt machen, denn die Hemmschwelle ist bereits gefallen. Mehr lesen »

In Verteidigung des Netzwerks Muslimische Zivilgesellschaft (NMZ)

Im Vorfeld der Antirassismusdemo vom 17.3. kam es von einem Teil der Organisatoren zu einer Attacke auf das NMZ. Ihm wurde vorgeworfen, verlängerter Arm Erdogans zu sein. Es sollte so aus der Demo gedrängt werden. Nicht nur, dass auf einmal die Kronenzeitung ihre Liebe zu Asylhelfer Genner entdeckte, der den Angriff ritt, sollte zu denken geben. Sondern auch die Tatsache, dass Schwarzblau den Neoliberalismus mittels eines antiislamischen Chauvinismus abstützen – zu diesem sehr spezifischen Mechanismus schweigt die Plattform. Mehr lesen »

Offener Brief an die Mitglieder der Plattform für eine menschliche Asylpolitik

Wir haben die Nachricht erhalten, dass Michael Genner aus der Plattform Menschliche Asylpolitik uns in einer Diskussion der Plattform, von der wir bis heute ausgeschlossen sind, unterstellt, ein Video einer unserer Aktivistinnen, die sie an der Demonstration der Plattform am 13. Jänner gehalten hat, auf einer Facebook-Seite namens „Osmanische Generation“ „beworben“ zu haben. Richtigstellung Das NMZ hat zu keinem Zeitpunkt ... Mehr lesen »

Kommentar zur Tagung „Kopftuch als Projektionsfläche“

Dienstag, den 16.01.2018, hat die Arbeiterkammer zur Tagung „Kopftuch als Projektionsfläche“ eingeladen. Das Tagungsprogramm bestand aus unterschiedlichen Wissenschafter*innen, die zu diesem Themengebiet referiert haben. Selbstverständlich war unter den Referent*innen keine einzige muslimische Frau mit Kopftuch. Verwundert hat mich das nicht, aber kommentarlos kann ich das nicht hinnehmen. Mehr lesen »

NMZ-Rede bei Großdemonstration gegen schwarz-blau

Im folgenden veröffentlichen wir den Redebeitrag des Netzwerks Muslimische Zivilgesellschaft bei der Abschlusskundgebung auf dem Heldenplatz am 13. Jänner, den die Aktivistin Gözde Taskaya gehalten hat: „Ich bin heute hier für das Netzwerk Muslimische Zivilgesellschaft. Auch wir sind heute gekommen, um gemeinsam mit euch zu marschieren und zusammenzustehen und gegen die ungerechten und menschenverachtenden Vorhaben der derzeitigen Regierung zu protestieren. Vieles von dem, was geschehen ist, werden wir nicht stillschweigend hinnehmen! Doch was uns, als österreichische Muslim_innen betrifft, gibt es vor allem eine Sache, die wir loswerden wollen: WIR HABEN ES SATT! Mehr lesen »